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Popmusik ist eine Abkürzung für "populäre Musik" beziehungsweise "Popular Music" und bezeichnet Unterhaltungsmusik. Der Begriff bezeichnet einerseits bei der breiten Masse sehr beliebte und somit kommerziell erfolgreiche Musik, andererseits einen eingängigen, harmonischen und melodiösen Stil, in Abgrenzung zur Rockmusik mit ihren raueren, wilderen Ausdruckformen.
Popmusik ist durch Einfachheit und Wohlklang gekennzeichnet, im Einzelnen durch als angenehm empfundene einfache Harmonieabfolgen, leicht einzuprägende (meist nachsingbare) Melodiefolgen, die oft auf der Diatonik beruhen, wenig komplexe, durchgehende Rhythmen, einen klassischem Liedaufbau (Strophe/Refrain) sowie einen sanften, melodischen Gesang.
Die für den Mainstream produzierte Popmusik bezieht sich nicht nur auf ihre eigene ursprüngliche Tradition aus dem Vaudeville, dem Volkslied und dem Kunstlied, sondern inkorporiert verschiedene gerade aktuelle Musikstile. Das trifft sowohl auf die Vereinnahmung von Volksmusikelementen in der volkstümlichen Musik zu als auch auf modifizierte, "gezähmte" Anleihen bei ursprünglichen afro-amerikanischen Musikstilen wie Jazz, aber auch Rap.
Da der Begriff "Popmusik" aus der US-amerikanischen Kultur stammt, ist ein Großteil der Musikstücke englischsprachig. Der Erfolg der kommerziell ausgerichteten Popmusik misst sich in den Pop-Charts bzw. der Hitparade. Popmusik ist der lukrativste Zweig der Musikindustrie.
Das bedeutendste Live-Medium für populäre Musik war bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts das Theater, vom Boulevardtheater bis zur Music Hall.
Das Geschäft mit der Musik bzw. den Notenblättern wurde von der sogenannten "Tin Pan Alley" in New York aus gesteuert, wo die meisten großen Musikverlage dieser Zeit ansässig waren. Deren Aufstieg begann mit der zunehmenden Nachfrage nach den song sheets (Notenblätter) bzw. song books (Liederbücher) ab den 1890ern, speziell durch die beliebten "Rags", den Schlagern der Ragtime-Zeit, die jedoch musikalisch nur wenig mit dem instrumentalen Ragtime zu tun hatten.
Die Tin Pan Alley trug entscheidend zur verstärkten Kommerzialisierung der populären Musik in den USA bei: Hier wurde nur das herausgebracht, was mit großer Sicherheit den Massengeschmack eines möglich großen Marktes treffen würde. Wollten Komponisten eher klassische Stücke veröffentlichen, wurden sie hier meist abgewiesen und mussten den Umweg über Europa nehmen oder im Eigenverlag veröffentlichen. Die Funktion der Stile besteht vor allem im Unterhaltungsaspekt. Trotzdem gelang es aber auch Musikern wie Bob Dylan, Anfang der 60er Jahre, eine populäre Synthese aus Musik und politischen Inhalten zu schaffen bzw. wie zum Beispiel John Lennon in seinem Song "Imagine" eine philosophische Idee zu verbreiten. Mit dem Song "Houses Burning Down" verarbeitete Jimi Hendrix 1968 aktuelles politisches und gesellschaftliches Zeitgeschehen.
Als Beispiel für einen Milieu-Stil sei hier der Rap genannt, der ursprünglich nur die Musik der schwarzen Jugendlichen in den US-amerikanischen Großstadt-Ghettos war und dessen Wurzeln bis zum Rhythm & Blues zurückreichen. Erst in den letzten 20 Jahren wurde der Rap von den stets nach neuen Trends suchenden Medienkonzernen zum global populären Musikstil "hochpromotet", wobei diese Entwicklung nicht nur auf die Musik beschränkt blieb, denn auch der Kleidungsstil der Hip-Hop-Bewegung wurde in den 1990ern zum allgemeinen Modetrend und ist heute fast schon fester Bestandteil unseres Modebewusstseins. Als Beispiele für Generationen erfassende Stile seien hier die Flower-Power-Bewegung und die Disco-Musik der 1970er genannt.
Anfang der 1980er Jahre erlebt die deutschsprachige Popmusik im Zuge der Neuen Deutschen Welle einen großen Aufschwung in Deutschland. In Österreich existierte der Austropop, der sich großer Beliebtheit erfreute.
Film und populäre Musik [Bearbeiten]Im Zusammenhang mit der Disco-Musik wird außerdem der Aspekt der Wechselbeziehung zwischen Film und Musik noch einmal interessant, da in der Rock 'n' Roll-Ära die Musikfilme noch eher die Folge des bereits populären Stils waren, während die Disco-Musik ihren weltweiten Siegeszug infolge des Films "Saturday Night Fever" 1978 antrat. Nicht zuletzt durch diesen Film und seine Nachfolger wurde der Trend verstärkt, zur Musik auch Bilder zu liefern (Musik und dazugehörige Bilder gab es bereits seit den Nickelodeons).
Popakademie
Die Popakademie ging aus der Rockstiftung Baden-Württemberg hervor, die 1996 vom SWR (vormals SWF) und vom Land als Piloteinrichtung zum Zwecke der Förderung der regionalen Musikszene Baden-Württembergs in Baden-Baden gegründet wurde.
Im Jahr 2003 kam es auf Initiative des Staatsministeriums Baden-Württemberg zur Gründung der Popakademie Baden-Württemberg durch das Land. Maßgebliche Unterstützung leisteten dabei u.a. Universal Music, in Person des damaligen CEOs Tim Renner sowie Xavier Naidoo. Der Standort der Popakademie wurde nicht zuletzt wegen der aktiven Musikszene nach Mannheim vergeben. Hier sind insbesondere Künstler wie Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims, Laith Al-Deen, Groove Guerilla, Mardi Gras.BB und Joy Fleming zu nennen. Zunächst bezog die Popakademie Quartier in Übergangsräumen in der Mannheimer Innenstadt.
Im Juni 2007 wurden die ersten Absolventen im Rahmen einer Bachelor-Feier unter Beteiligung des damaligen Mannheimer Oberbürgermeisters Gerhard Widder offiziell verabschiedet. Hubert Wandjo, der seit Gründung der Popakademie bereits als Geschäftsführer und stellvertretender Studiengangsleiter tätig war, wurde zum Wintersemester 2007 neuer Studiengangsleiter im Bereich Musikbusiness.
Die ursprünglich als Kompetenzzentrum für die Musik- und Medienbranche gegründete Einrichtung entwickelt sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer klassischen Hochschule. Projekte wie Branchenmeeting, Kongresse, regionale Musikförderung und OpenHouse-Veranstaltungen wurden schrittweise zurückgefahren.
Neben dem Studium verfügt die Popakademie Baden-Württemberg über zahlreiche weitere Projekte und Angebote, wie z.B. einem Weiterbildungsprogramm (Seminar zu Popmusik- und Musikbusiness-Themen auch für externe Teilnehmer), dem Bandcoaching-Projekt Bandpool (aus dem Acts wie Die Happy, Dorfdisko oder Revolverheld entstammen) sowie einem EU-Austauschprogramm namens MU:ZONE, an dem insgesamt 12 Partner u.a. aus Schweden, England, Holland, Irland, Ungarn und Finnland teilnehmen. Als erste Band wurde die Gruppe "Peilomat" unter Vertrag genommen, die erste Veröffentlichung erfolgte im Juli 2007.
Die Popakademie Baden-Württemberg GmbH vergibt jährlich den ClubAward für die besten Live-Clubs in Baden-Württemberg in fünf Kategorien: Bester geförderter Club; Bester nicht geförderter Club; Sonderpreis für die innovativste Clubidee; Bestes Newcomerkonzept und einen Publikumspreis, der über die Homepage des SWR-Jugendradios DASDING gewählt wird.
'School of Rock' ist ein weiteres Projekt der Popakademie und findet 2008 zum dritten Mal statt.
In unmittelbarer Nähe der Popakademie Baden-Württemberg GmbH befindet sich der Musikpark Mannheim, ein großes Gründerzentrum für die Musikbranche mit über 40 Unternehmen aus der Musikbranche (Tonstudios, Labels, Bookingagenturen). Sowohl die Popakademie Baden-Württemberg GmbH also auch der Musikpark Mannheim befinden sich im Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Der Jungbusch ist das Hafenviertel der Stadt und beherbergt vor allem Künstler und Studenten (Wohnheim).
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